Dolce Vesuvio – Astrida Wallat

Heute nehme ich euch mit, vom deutschem Schmuddelwetter ins sonnige Italien – genauer gesagt nach Pompeji. Dort an den Hängen des eindrucksvollen Vesuv spielt der neue Roman von Astrida Wallat.
Es geht dabei um die junge Studentin Carlotta, die für ihr Archäologiestudium nach Italien reist.
Sie will bei den großen Ausgrabungen in Pompeji praktische Erfahrungen sammeln und ihre Studien vertiefen. Je mehr sie allerdings im Dreck wühlt, umso mehr fördert sie zu Tage und längst nicht alles hat dabei mit der Antike zu tun. Liebesdinge und alte Familiengeschichten kommen unabsichtlich ans Tageslicht und bereiten eine Menge Ärger. So wird der Aufenthalt an den Hängen des Vesuvs einschneidender als gedacht.

Meinung:
Dolce Vesuvio entführt seine Leser unweigerlich nach Italien. Man hat nicht die geringste Chance dem südländischen Flair zu entgehen und von der nächsten Reise dorthin zu träumen.
Tolles Essen, temperamentvolle Menschen und ganz viel Amore schaffen den Rahmen für diesen schönen Wohlfühlroman, der aber noch einiges mehr zu bieten hat.
Die Besonderheit an diesem Buch ist das historische Flair, das durch die Ausgrabungen zustande kommt. Die Autorin verknüpft hier Liebesgeschichte mit Geschichtsunterricht in unterhaltsamer Form. Wir lernen eine Menge über das Unglück von Pompeji, die großen Dichter und Denker der Antike, ein paar Vokabeln Latein und natürlich ein wenig Italienisch. So ist für Abwechselung gesorgt und für ein wenig mehr Anspruch, als in den meisten Liebesromanen.

Leider gibt es aber auch Stellen, die für mich typisch für dieses Genre sind und die ich nicht besonders schätze. Die strahlende Protagonistin beispielsweise, der sämtliche Männer verfallen, obwohl nur Gott weiß, warum sich überhaupt jemand in sie verliebt. Denn Carlotta ist für mich persönlich mit Abstand der größte Kritikpunkt. Sie ist zickig, extrem launisch und ziemlich undankbar, ohne das ich ihr Verhalten irgendwie nachvollziehen könnte. Da bin ich froh um die anderen Figuren, wie beispielsweise die herzliche Anna, die Carlotta und auch den schönen Alessandro wieder etwas entschärfen. Auch der humorige Stil von Wallat schafft es, bei mancher Szene, das ganze mit einem lächelnden Kopfschütteln abzutun, statt sich aufzuregen. Dieser Schreibstil hat mir schon bei Pikkolo und Panettone gefallen und dafür gesorgt, das ich auch ihr neuestes Werk lesen wollte.

Bewertung: 4 von 5.

Fazit:
Hätte es weniger Klischee und weniger Protagonistin gegeben, hätte das Buch von mir die volle Punktzahl bekommen. So werden es 4 Sterne für einen sehr schönen Unterhaltungsroman mit tollem Flair und lehrreichen Infos. Wer Lust auf Italien in Buchform hat, ist hier genau richtig.

Buchinfos:
Verlag: Harper Collins
Seiten: 317
ISBN: 978-3-7457-0059-6
Cover©Harper Collins
https://www.harpercollins.de/products/dolce-vesuvio-ein-italien-roman-9783745750584

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