#Buchtipp des Monats Januar2021

Hallo liebe Bücherwürmer,

es ist wieder Zeit für meinen ganz persönlichen Buchtipp für euch. In dieser Rubrik stelle ich euch ein Buch/eine Reihe vor, die ich im vergangenen Monat gelesen habe und die mich am meisten
beeindruckt, überrascht oder beschäftigt hat.
Dabei spielen weder das Genre noch das Erscheinungsdatum des Buches/der Reihe eine Rolle. Vielleicht entdeckt jemand auf diese Weise noch ein Schmuckstück, das er noch nicht gelesen hat. Falls ihr meinen Buchtipp schon gelesen habt, freue ich mich über Kommentare mit eurer Meinung.
Hier könnt ihr einsehen, was ich sonst in diesem Monat/Jahr so gelesen habe:
https://buchkenner.wordpress.com/gelesenes2021/

Cover©Thienemann-Esslinger

Ihr dürft euch nicht verlieren!, hat die Mutter den Zwillingen Nadja und Viktor eingeschärft. Doch im überfüllten Bahnhof werden sie auseinandergerissen. Viktor verschlägt es nach Sibirien. Für ihn wird der Weg zurück zu einem Kampf gegen Hunger und Kälte. Nadja hält sich währenddessen auf einer Festung versteckt, wo sich die Lage ebenfalls zuspitzt. Abgeschnitten von der Außenwelt und ohne Nachricht voneinander versuchen die Geschwister verzweifelt, sich wiederzufinden.
Klappentext©Thienemann-Esslinger


Es gab zum Jahresstart viele schöne Bücher bei mir, doch mit Abstand am meisten berührt hat mich dieses Werk. Die Geschichte junger russischer Zwillinge während des Zweiten Weltkriegs erzählt von einem Italiener, Baujahr 1980. Doch wenn man dieses Buch liest, könnte man zeitweise meinen, er wäre dabei gewesen.

In Tagebuchform wechselnd von den beiden Kinder geschrieben, wird diese Geschichte erzählt und gibt dabei einen Einblick in eine eher unübliche Perspektive. Meist liest man über den Weltkrieg ja doch eher Geschichten von Soldaten, Kriegsgefangenen oder Verfolgten. Dabei sind die Erlebnisse von Victor und Nadja erzählenswert. Auch wenn nicht alles auf Tatsachen basiert und manches doch recht fantastisch anmutet, ist die erzeugte Stimmung durchaus authentisch. Der Autor schafft es ausgezeichnet, die Gefühle eines Kriegsopfers zu beschreiben, ohne dabei effekthascherisch zu sein. Die Eindrücke werden durch Dutzende Fotos, Zeichnungen und Ähnliches verstärkt, die als vermeintliche Erinnerungsstücke ihre Wirkung auf den Leser nicht verfehlen. Man kann die Kinder vor dem geistigen Auge im Kerzenschein ihre Tagebücher schreiben sehen.

Wem die Thematik nicht zu heftig ist, dem kann ich dieses Buch wirklich nur ans Herz legen. Eine berührende Geschichte, die von mir volle ★★★★★ bekommt.

Buchinfos:
Verlag: Thienemann-Esslinger
Seiten: 440
ISBN: 978-3-522-20251-0
https://www.thienemann-esslinger.de/produkt/verloren-in-eis-und-schnee-isbn-978-3-522-20251-0

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